Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen-Neubauamt Berlin

Hier gelangen Sie direkt zum Inhalt der Seite.

 

Hauptnavigation:


Inhalt: Silokanal

An die Seenstrecke schließt sich der etwa 5,4 km lange, bereits ausgebaute Silokanal an. Der Silokanal beginnt an der Vorstadtschleuse am südlichen Ende des Beetzsees und verläuft von Osten nach Westen durch die Stadt Brandenburg.

Der Kanal entstand durch den Ausbau des Silograbens in den Jahren von 1907 bis 1910. Der Ausbau zum Schifffahrtskanal diente der Verbesserung der Schifffahrtsbedingungen einerseits und die gefahrlosere Abführung des Hochwassers der Havel andererseits. Von 1970 bis 1973 wurde der Silokanal aufgrund der starken Zunahme des durchgehenden Schiffsverkehrs (ca. 7,3 Mio. Tonnen pro Jahr) und des Umschlags in den fünf Hafenanlagen erneut ausgebaut und in seinem Querschnitt den gestiegenen Anforderungen angepasst.

Um nun modernen Schiffen mit größeren Abmessungen und höherer Ladefähigkeit einen wirtschaftlichen Transportweg mit ausreichendem Fahrwasser zur Verfügung zu stellen, wurde er im Rahmen des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit Nr. 17 auf 4,0 m vertieft und auf Wasserspiegelbreiten von bis zu 55 m verbreitert. Außerdem wurde die Liegestelle am Eingang des Kanals, in der Nähe der Schleuse Brandenburg modernisiert.

Ausbau Silokanal
Der Silokanal kurz nach dem Ausbau
(Naturschutz und Landschaftspflege)

Die Ausbauarbeiten fanden vom März 2002 bis zum Juni 2005 statt.

Beim Ausbau wurden die potentiellen Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft so gering wie möglich gehalten. Nicht vermeidbare Eingriffe sind durch umfangreiche Gehölzpflanzungen, Deckwerksbegrünungen und weitere ökologische Ausgleichsmaßnahmen kompensiert worden.
Die Uferbereiche des Silokanals wurden nach dem Ausbau durch Erschließung und Anpflanzungen als Naherholungsbereich nutzbar gemacht und finden regen Anklang bei den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Brandenburg. Wiederholt wurden fischereiliche Wettkämpfe durchgeführt.