Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen-Neubauamt Berlin

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Inhalt: Untere Havel-Wasserstraße / Mittlere Havel

Bereits seit dem 13. Jahrhundert wurden in der Havel mit Mühlenstaus umfangreiche Stauhaltungen angelegt und das natürliche Erscheinungsbild des Flusses stark verändert. Das Anstauen des Flusses wurde insbesondere für einen effizienteren Mühlenbetrieb notwendig.

Brandenburger Mühlen (Große Mühle, Vordermühle, Burgmühle, Krakauer Mühle) sind schon in Urkunden von 1309 erwähnt. Sie dienten zunächst ausschließlich als Getreidemühlen, später auch als Werkmühlen.

Der Anstau der Havel machte den Fluss für Schiffe im Flussbett unpassierbar. Deshalb errichtete man zunächst eine ca. 4 km lange, die Neustadt umfahrende Flutrinne (1315), später auch Schleusen (1455 und 1548-50) (Schleuse Brandenburg).

Um den Anforderungen der Binnenschifffahrt gerecht zu werden, wurden Mitte des 19. Jahrhunderts Wehre erneuert, geregelte Stauziele mit den Nutzern festgelegt und der Wasserweg mit Abgrabungen und Durchstichen sicherer gemacht. Seit jener Zeit gehört der Fluss zu den bedeutenden europäischen Schifffahrtswegen und ist fester Bestandteil der Kulturlandschaft der Region².

Die Untere Havel-Wasserstraße (UHW) beginnt mit UHW-km 0,00 an der Einmündung der Spree im Nordwesten Berlins und endet mit UHW-km 148,50 bei Havelberg in der Elbe. Der Begriff UHW ist von der Schifffahrt geprägt. Mittlere Havel dagegen ist die geographisch / naturräumliche Bezeichnung. Die UHW bzw. Mittlere Havel ist durch große Seenstrecken, wegverkürzende Kanäle und eine naturnahe Flussstrecke unterhalb Ketzins mit zahlreichen alten Flussschlingen, Durchstichen und einer Vielzahl von Inseln gekennzeichnet.




¹ Müller, J.: „Wasserbau als Infrastruktur der Mittelalterlichen Planstadt“ (Brandenburg an der Havel)
² Ostmann: „Die Havelregulierungsbauten bei Brandenburg“