Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen-Neubauamt Berlin

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Inhalt: Dokumentation der Bauausführung

Die neue Wehranlage hat im Oberwasser eine lichte Weite von 2,80 m (Überfallbreite) und wird mit einer Fischbauchklappe ausgestattet. Der neue Wehrkörper wird in einer offenen durch Spundwände (hier: Larssen 603) eingefassten Baugrube ausgeführt. Die Schwelle des Wehres liegt auf +37,08 mNN und erlaubt bei vollkommen gelegter Klappe einen Abfluss von mindestens 6 m³/s.

Im Oberwasserbereich des Wehres wird zunächst eine Unterwasserbetonsohle betoniert. Anschließend wird die Baugrube gelenzt. In der trockenen Baugrube wird die Sohlplatte betoniert. Nach der Fertigstellung der Wehrwände wird der Drempel für die Fischbauchklappe geschalt und betoniert.
Die Fischbauchklappe als Verschlusskörper wird mit einem Elektrohubzylinder (EHZ) einseitig angetrieben. Der Antrieb ist für die Automatisierung und Fernsteuerung des Wehres geeignet.

Im Unterwasserbereich werden die alten Spundwände des Wehrgrabens gezogen, nachdem die neuen Spundbohlen eingebracht worden sind. Im Auslaufbereich werden Wasserbausteine eingebaut.
Als Zufahrt zur Schleuse ist eine Brücke vorgesehen, die das Wehr überspannt. Es handelt sich um eine Einfeldplattenbrücke, die in Massivbauweise hergestellt wird. Die Stützweite der Brücke beträgt 6,00 m.
Die schlaff bewehrte Fahrbahnplatte aus Ortbeton ist auf Pfahlkopfbalken gelenkig gelagert. Sie besitzt eine Konstruktionshöhe von 35 cm und erhält Kappen. Die Fahrbahnbreite des Überbaus beträgt 3,75 m.

Um im Havariefall bzw. bei Reparatur- oder Montagearbeiten mit schwerem Gerät (hier: Teleskopkran 65 t) an der Schleuse arbeiten zu können, werden zwei Kranstadflächen eingerichtet. Pro Kranstandfläche werden als Gründung vier Ortbetonpfähle mit einem Durchmesser von 60 cm und einer Länge von 1,40 m angeordnet.

Der Wasserabfluss des Scharmützelsees erfolgt während der Bauzeit über die Schleuse Wendisch Rietz.