Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen-Neubauamt Berlin

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Inhalt: Technische Ausrüstung der Schleuse

Die geplante Schleuse fuktioniert mit einer Halbautomatik mit Selbstbedienungsbetrieb (Typ 3.2). Das bedeutet:

Zur Regelung eines sicheren Verkehres und zur Sicherstellung einer hohen Ausnutzung der Schleusenkapazität, wird die Schleuse aber auch nach der Automatisierung, während der verkehrsreichen Zeiten in der Hauptsaison mit Schleusenpersonal besetzt.

In den Tagesrandzeiten der Hauptsaison kann die automatisierte Schleuse dann bei Bedarf im Selbstbedienungsbetrieb länger als bisher betrieben werden, z. B. mit Öffnungszeiten von 06:00 Uhr bis 22.00 Uhr. In der verkehrsarmen Vor- und Nachsaison können so ebenfalls wirtschaftlich lange Öffnungszeiten angeboten werden.

Die für Ober- und Unterhaupt baugleichen Schleusentore bestehen aus 2 Stemmtorflügeln in Riegelkonstruktion mit integriertem Bediensteg.
Die Halslagerung der Tore ist mit einer beidseitigen Federung der Ankerstangen ausgestattet. Die Spurlager sind als schwimmende Kalottenlager ausgebildet. Die Führung der Stemmtorflügel erfolgt über Kurvenscheiben, welche gleichzeitig als Aushubsicherung dienen. Bei geschlossener Torstellung werden die Lagerkräfte infolge Wasser- und Eisdruck über Knaggen und Gegenkaggen in das Massivbauwerk geleitet.

Der Torantrieb wird über kardanisch gelagerte Elektrohubzylinder realisiert. Für das Befüllen und Entleeren der Schleusenkammer sind in den Toren Gleitkeilschütze integriert, welche ebenfalls durch Elektrohubzylinder angetrieben werden.
Für Revisionszwecke sind Nadelnotverschlüsse mit oberen und unteren Nadelanschlag vorgesehen. Der obere Nadelanschlag ist dabei ein begehbarer Steg, welcher nur für die Dauer der Revision in dafür vorgesehene gepanzerte Lagernischen gesetzt wird.

Isometrieansicht Schleusenoberhaupt
Isometrieansicht Schleusenoberhaupt


Im Schleusenbetriebsgebäude ist ein Technikraum integriert, worüber Einspeisung und Verteilung der Leistungselektrik erfolgen. Weiterhin ist im Technikraum die Anlagersteuerung für Selbstbedienungsbetrieb und personalgeführten Schleusenbetrieb installiert. Im Aufenthalts- und Serviceraum befindet sich ein PC-Visualisierungs- und Servicearbeitsplatz.

Die geplante Anlage entspricht dem Sicherheitsstandard der EU-Maschinenrichtlinie 2006/42/EG. Für einen sicheren Schleusenbetrieb sind u. a. vorgesehen:

Zur Überwachung und Hilfeleistung ist die Anlagensteuerung über Datenverbund in die Fernüberwachungszentrale in Zehdenick eingebunden.

Im oberen und unteren Vorhafen befinden sich Hydrologische Messstationen. Die Messergebnisse werden auf integrierte Datenspeicher erfasst. Ein Ferndatenübertrag ist in das hydrologische Netz des WSA Eberswalde ist möglich.