Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen-Neubauamt Berlin

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Inhalt: Entwurfsgrundlagen, Planung, Vergabe

Entwurfsgrundlagen

Planung

Das Ergebnis der Planung sieht eine Schleuse unter der Rudolf-Wissell-Brücke mit einer Breite von 12,5 m und einer nutzbaren Länge von 115,0 m in direkter Verlängerung des Westhafenkanals mit einem Durchstich eines Spreebogens als westliche Zufahrt mit Koppel- und Wartestellen in den Vorhäfen vor.
Der entstehende Altarm sollte zur Nutzung von Kleingärten verfüllt werden.
Der flachgegründete Pfeiler 11 der Rudolf-Wissell-Brücke muß gesichert werden.

Die Schleusenhäupter und die Kammer in Spundwandbauweise werden im Nassen hergestellt. Als Verschlussorgane sind im Oberhaupt ein Drehsegmenttor mit Füllmuschel und im Unterhaupt Stemmtore mit Schützen vorgesehen.
Der Bau einer Schleusenbrücke ist notwendig.

Im Jahre 1997 wurde die neue Schleuse Charlottenburg, der obere und untere Vorhafen sowie die sich aus dem Bauvorhaben ergebenden Umlegungs- und Neubaumaßnahmen an Anlagen der betroffenen Versorgungsträger planfestgestellt.

Aufgrund der im Planfeststellungsverfahren geäußerten Bedenken hinsichtlich des westlichen Durchstiches und der Verfüllung des Altarmes wurde die westliche Zufahrt und die Maßnahmen des landschaftspflegerischen Begleitplans abgetrennt und im Jahre 2002 gesondert planfestgestellt.

Planung Verlauf

Vergabe

Im Jahre 1998 wurden die Aufträge für die Beräumung des Baugeländes und der Bauhauptleistungen vergeben. Darunter fallen die Massiv- und Tiefbauarbeiten sowie die Arbeiten für Stahlwasserbau, Maschinenbau, Elektro- und Nachrichtentechnik.

Mit den Berliner Wasserbetrieben wurde ein Vertrag über die Umverlegung von Ver- und Entsorgungsleitungen (TW-Transportleitung DN 800, Abwasserkanal, Abwasserdüker) mit einem Gesamtumfang von 25 Mio. DM geschlossen. Diese Umverlegungen waren zu Erreichung der Baufreiheit notwendig.
Vom Unterhaltspflichtigen der Rudolf-Wissell-Brücke wurden zulässige Verformungswerte für den flachgegründeten Pfeiler 11 im Millimeterbereich benannt. Da Baumaßnahmen in unmittelbarer Nähe stattfinden, muss zuerst der Pfeiler nachgegründet werden. Dies geschieht durch einen tiefliegenden soilfrac-Injektionskörper und einem Unterfangungskörper aus Feinstzement. Dadurch kann der Pfeiler bei Überschreiten der zulässigen Verformungswerte gehoben werden. Extensometer und Digitalnivelliere registrieren laufend die Bewegungen.

Im Jahre 2002 wurden die Aufträge für die westliche Zufahrt vergeben.

Die gesamte Schleusenanlage wurde am 18.12.2003 für den Schiffsverkehr freigegeben. Die landschaftspflegerischen Begleitmaßnahmen werden im Jahre 2005 umgesetzt.
Die Baukosten belaufen sich dann voraussichtlich auf 74 Mio. Euro.
Der Neubau der Schleuse wird von der Europäischen Union mit einem direkten Zuschuss gefördert.