Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen-Neubauamt Berlin

Hier gelangen Sie direkt zum Inhalt der Seite.

 

Hauptnavigation:


Inhalt: Geschichte

Das Hebewerk wird ein weiterer Aufstieg von der Oderhaltung zur Hochfläche des Choriner Forstes, auf dem zweihundertfünfzig Jahre alten Schifffahrtsweg von Stettin nach Berlin. Seit seiner Inbetriebnahme wurde er laufend an die wachsenden Anforderungen der Güterschifffahrt angepasst. Die Querschnitte des Wasserweges wurden aufgeweitet und es wurden neue Schleusen mit immer größeren Abmessungen gebaut.

Vor hundert Jahren wurde der alte Wasserweg dann aus dem Tal der Finow auf die nördlich gelegene Hochfläche verlegt und letztlich in Havel-Oder-Wasserstraße umbenannt. Zum Überwinden des Geländesprunges von rund 36 m wurde in Niederfinow zuerst eine vierstufige Schleusentreppe ausgeführt, die später durch den Bau des damals höchsten Schiffshebewerkes der Welt ergänzt wurde. Nachdem das Hebewerk 1934 für den Verkehr freigegeben war, bevorzugten die Schiffe diesen Weg. Die Schleusentreppe verlor an Bedeutung und wurde 1972 wegen Baufälligkeit stillgelegt.

Lageplan
Längsschnitt und Lageplan der Havel-Oder-Wasserstraße

Das bestehende Hebewerk ist an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit und entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Es stellt einen Engpass dar, da seine Troglänge die Länge der Schiffe auf 84 m begrenzt. Damit können moderne Fahrzeuge mit bis zu 110 m Länge nicht passieren. Zudem können sie ihre Ladekapazität nicht ausnutzen, da die Trogwassertiefe nur 2,00 m Tiefgang zulässt. Seine Leistungsfähigkeit reicht nicht für einen erwartenden Durchgang von rund 4,4 Millionen Gütertonnen je Jahr in Richtung Berlin.

Außerdem werden nach rund siebzig Jahren Betrieb Instandsetzungsarbeiten notwendig, für die der Schiffsverkehr für längere Zeit gesperrt werden muss. Aus diesen Gründen wurde 1992 der Bau eines neuen Abstieges in Niederfinow in die Bundesverkehrswegeplanung aufgenommen.