Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen-Neubauamt Berlin

Hier gelangen Sie direkt zum Inhalt der Seite.

 

Hauptnavigation:


Inhalt: Veranlassung des Ersatzneubaus

Die Freybrücke überführt im Berliner Bezirk Spandau die Heerstraße (Bundesstraße B2/B5) über die Untere-Havel- Wasserstraße (UHW) im Abschnitt der Pichelsdorfer Havel bei km 2,95. Der Bau der zunächst als "Havelbrücke" bezeichneten Brücke erfolgte 1908/1909 und erhielt 1913 den Namen Freybrücke nach dem Erbauer der Heerstraße, des Geheim- und Oberbaurats Adolf Frey. Sie wurde im 2.Weltkrieg zerstört und von 1947 bis 1951 als dreifeldrige Stahlbogenbrücke wieder errichtet.

Während der Brückenprüfung 2008 wurden erhebliche Korrosionsschäden an den Längs- und Querträgern festgestellt, so dass eine uneingeschränkte Nutzbarkeit des Bauwerks nicht mehr gewährleistet werden konnte. Eine sofortige Lasteinschränkung auf die Brückenklasse 30 und eine Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h waren die Folge. Für den Schwerlastverkehr ist die Freybrücke gesperrt. Die Verkehrsprognose 2015 des Landes Berlin weist außerdem eine Verkehrsstärke mit etwa 70.000 Kfz/Tag in beiden Fahrtrichtungen aus. Das kann die Freybrücke in ihrem derzeitigen Bauwerkszustand nicht mehr bewältigen.

Die Veranlassung des Ersatzneubaus erklärt sich außerdem aus dem Bedarf einer Verbreiterung der lichten Durchfahrtsverhältnisse zur Verbesserung der Bedingungen für die Schifffahrt. Mit der Erhöhung der Brückendurchfahrt wird eine Voraussetzung für einen wirtschaftlichen Containerverkehr auf der Wasserstraße geschaffen.

Sowohl die Schifffahrt als auch der Straßenverkehr werden über die gesamte Bauzeit aufrechterhalten. Deshalb wird vor dem Abriss des Bestandsbauwerkes eine 4-streifige, 173 m lange Behelfsumfahrung in Parallellage mit einem einseitigen kombinierten Geh- und Radweg errichtet.